Rainer Schmeltzer kandidiert als Bürgermeister in seiner Heimatstadt Lünen

Rainer Schmeltzer, NRW-Landtagsabgeordneter für die Städte Lünen, Werne und Selm, kandidiert bei den Kommunalwahlen 2020 für das Amt des Bürgermeisters in seiner Heimatstadt Lünen. Der Stadtverbandsvorstand der SPD Lünen hat den gelernten Wohnungsfachwirt einstimmig als Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagen. Das Statement des gebürtigen Lüners im Wortlaut:

Lünen ist meine Heimat!

 

Ich bin in Lünen geboren.  Ich bin hier in den Kindergarten gegangen, in die Grundschule und in die Realschule. Ebenfalls habe ich in unserer Stadt meine Ausbildung gemacht.

 

Während der verschiedenen, beruflichen Etappen in meinem Leben habe ich nie Lünen verlassen.

 

Ich bin ein Lüner Jung! Das Wohlergehen dieser Stadt und der Menschen, die hier leben, liegen mir besonders am Herzen.

 

Ich bin verwurzelt in der Gesellschaft, in Vereinen und Verbänden.

In meinen Vereinen vor Ort in Niederaden bringe ich mich aktiv ein. Besonders aktiv – im wahrsten Sinne des Wortes – im MGV Niederaden. Das befreit vom Alltag.

 

Die Städtepartnerschaft Lünen/Bartin liegt mir als Vorsitzender – gerade in diesen schwierigen politischen Zeiten – besonders am Herzen. Parteiübergreifend arbeiten wir im Partnerschaftsverein zusammen; ebenso wie im Lüner Aktionskreis gegen Rechtsextremismus, den ich vor Jahren aus aktuellem Anlass gegründet habe.

 

Ich rede mit den Menschen, nicht über sie. Und deswegen ist mir Lünen nicht egal.

 

Lünen ist ein schlafender Riese. Es steckt so viel Potential in unserer Stadt. Ich möchte in den kommenden Jahren an vorderster Front dazu beitragen, diesen Riesen zu wecken.

Dazu bedarf es konsequenter Entscheidungen. Kein Aussitzen, Blockieren und Behindern von Ratsbeschlüssen.

 

Ich möchte nicht nur über Transparenz reden – ich will sie mit den Bürgerinnen und Bürgern leben, unter Einbezug aller im Rat vertretenden Parteien.

 

Reden statt Schweigen. Entscheidungen und Hintergründe müssen offen gemacht werden. Nicht warten, bis die Medien Missstände aufdecken, sondern im Dialog Probleme lösen.

 

Dazu gehört auch in aller erster Linie die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung mitzunehmen.

 

In meiner Zeit als Minister bin ich in allen fachlichen Diskussionen immer gut damit gefahren, alle mit einem Vorgang betrauten Kollegen in die Diskussion mit einzubeziehen.  Das schafft nicht nur Vertrauen im Haus, sondern stellt auch sicher, dass alle verwaltungsinternen Argumente offen diskutiert werden können und die Kollegen gewertschätzt werden und somit mit Freude und Motivation ihrer Arbeit für Lünen nachgehen. Nur eine solche Teamarbeit kann erfolgreich sein!

 

Ebenso ist es unabdingbar, Netzwerke in Lünen, aber insbesondere auch außerhalb unserer Stadt zu haben, zu pflegen und zu nutzen!

Über meine langjährige politische Tätigkeit und somit auch die entsprechende Erfahrung, bin ich in Lünen, im Kreis Unna, natürlich auf Landesebene aber auch im Bund gut vernetzt – und nutze dies auch.

Ohne Kontakte in und außerhalb Lünen wird Kommunalpolitik zur isolierten Politik.

Die Themen unserer Zeit machen nicht vor unserer Stadtgrenze Halt. Wir gestalten unsere Zukunft vor Ort. Wir in Lünen müssen uns diesen Herausforderungen stellen. Es geht um die Arbeits- und Wirtschaftspolitik,  um Fragen der Mobilität. Es geht ums gute und bezahlbare Wohnen. Es geht  aber natürlich besonders um Perspektiven für unsere Kinder, um Kitas, um Schulen, um Ausbildungsplätze. Gerade dafür sind Verbindungen, Kontakte, Netzwerke dringend erforderlich.

 

Lünen hat sich in den letzten Jahren leider unter Wert dargestellt.

 

Die Bürger fühlen sich, zu Recht, nicht mitgenommen. Politik, die die Menschen unmittelbar betrifft, muss MIT den Menschen entwickelt werden. Nicht über ihre Köpfe hinweg. Und erst recht nicht, wenn positive Beschlüsse gefasst wurden, diese infrage stellen und/oder nicht bearbeiten.

 

Oftmals werden im Rat Beschlüsse über die Parteigrenzen hinweg gefasst. Das zeigt, dass den politischen Vertretern das Gemeinwohl der Menschen wichtig ist. Das zeigt aber auch, dass ein Bürgermeister über die Parteigrenzen zur Kooperation bereit sein muss – ich bin dazu bereit!

 

Da ich Lünener durch und durch bin, haben mir insbesondere die vergangenen Jahre des Stillstands wehgetan.

 

In meiner Heimatstadt ist es nicht hinnehmbar, dass ein beschlossener Schulneubau auf Eis gelegt wird, dass beschlossene Kita-Neubauten bis zum Sankt Nimmerleinstag geplant werden und der vorhandene Bedarf somit viel zu spät gedeckt wird und Kinder unversorgt bleiben. Dass jahrzehntelange Kooperationen etwa mit dem Stadtsportverband seitens des Bürgermeisters infrage gestellt werden, dass beschlossene Neubauten von Feuerwehrgerätehäusern schon drei Wochen nach der Ratssitzung vom Bürgermeister als voraussichtlich nicht realisierbar dargestellt werden.  Um nur einige Punkte aufzuzählen.

 

Für meine Entscheidung, im nächsten Jahr in der Bürgerschaft für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, waren die Inhalte der verfehlten Chef-Politik wesentlich. Aber auch viele Gespräche mit Lünerinnen und Lünern. Eben nicht nur mit Mitgliedern meiner Partei, sondern auch mit Bürgerinnen und Bürgern außerhalb der SPD. Meine Wahrnehmung ist: Der Unmut über den Ist-Zustand ist groß!

Ich bin zur Kandidatur ermutigt worden. Aus verschiedenen Gruppen der Bevölkerung.

Ein Satz ist bei mir deutlich hängen geblieben

„Herr Schmeltzer. Ich bin Lünener. Machen Sie es – bitte!“

 

Ich bin auch Lünener – durch und durch. Ich mache es gerne – für Lünen und seine Menschen!