Ehrenamtlerinnen tragen seit mehr als drei Jahrzehnten das therapeutische Reiten im Kreis Unna

Tolle und wichtige Arbeit leistet der Verein für Reittherapie Kreis Unna e.V. seit mehr als 35 Jahren. Durch therapeutisches Reiten werden auf der Reitanlage Schwert in Werne Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit körperlichen Behinderungen im motorischen, emotional-kognitiven und sozialen Bereich gefördert. Ohne den Einsatz vieler Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler wäre das nicht möglich. Jetzt hat die Sozialstiftung von Bayer, die Bayer Cares Foundation, eine einjährige Patenschaft für ein Therapieferd übernommen.
 
„Gin Tonic“ heißt der Schimmel, für den die Bayer-Stiftung die Patenschaft übernimmt. Die Sozialstiftung des Chemiekonzerns unterstützt Bürgerinnen und Bürger, die in besonderer Weise Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Stellvertretend dafür würde jetzt auch Renate Schwerbrock vom Verein für Reittherapie Kreis Unna e.V. geehrt. „Herzlichen Dank an Renate Schwerbrock und die vielen anderen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler“, sagte auch der Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer (SPD). „So ein Einsatz ist leider Gottes eine Seltenheit!“
 
Seit 1981 ist die Selbsthilfegruppe offiziell ein eingetragener Verein. Das therapeutische Reiten gibt es aber schon länger im Kreis Unna. Ein Arzte empfahl der Familie Latussek ihre körperlich behinderte Tochter auf ein Pferd zu setzen und spazieren zu gehen. Sie suchten ein Pony und pachteten eine Weide. Bald darauf entstand eine Elterninitiative. Ein erstes Therapiepferd gab es von Wilhelm Kanne. Später ermöglichte die Familie Schwert, die Reithalle des Reit- und Fahrverein St. Georg zu nutzen, wo der Verein für Reittherapie im Kreis Unna nun schon seit mehr als 30 Jahren beheimatet ist. Heute nutzen rund 20 Kinder und Jugendliche das wöchentliche Training. Auch an den Special Olympics nehmen die jungen Reiterinnen und Reiter regelmäßig teil – mit herausragenden Ergebnissen!
 
„Gerade der therapeutische Umgang mit Tieren bei Menschen mit Beeinträchtigungen wird von der Politik zu wenig beachtet“, betont Schmeltzer. „Eine Bundesratsinitiative diesbezüglich liegt mittlerweile seit zwei Jahren in der Diskussion und wird zu Tode diskutiert. Man könnte eigentlich sehr viel Geld sparen, auch im medizinischen Bereich, wenn man so etwas unterstützt.“
 
Mehr Informationen zur Arbeit des Vereins finden Sie unter http://www.reittherapie-unna.de