Wernutopia – Werner Kinder erschaffen eine gerechte Ferienstadt

Kinder und Betreuer von Wernutopia freuten sich über die Spende der SPD. Das Bild zeigt (hinten v. l.) Betreuerin Dagmar Reuter, Werner Jugenddezernent Alexander Ruhe, MdL Rainer Schmeltzer, den Werner SPD-VorsitzendenSiegfried Scholz. MdB Michael Thews, Schulsozialarbeiter Andreas Burczyk, sowie Mohamad Amer aus dem SPD-Stadtverband. Bild: Steven Roch

„Wernutopia“ heißt das kleine Paradies für Werner Kinder in den Sommerferien im Juwel Jugendzentrum an der Bahnhofstraße. Bereits zum zehnten Mal können die jungen Lippestädter in diesem Jahr eine kleine Stadt ganz nach ihren Vorstellungen erschaffen. Auch in diesem Sommer kommt dafür wieder Unterstützung von der örtlichen SPD. Schulsozialarbeiter Andreas Burczyk, verantwortlich in der zweiten Hälfte der Sommerferien, und Betreuerin Dagmar Reuter nahmen die Spende der SPD-Vertreter dankbar entgegen. Doch was passiert eigentlich in der Welt von Wernutopia?

Arbeitsamt, „Funny Money“ und Parlament

Betritt man das Territorium der Kinder-Stadt, so fällt einem sofort der Trubel auf – Trubel wohlgemerkt, kein Chaos! Denn wie bei einer richtigen Stadt hat das, was auf manch einen Außenstehenden chaotisch wirkt, alles seine Ordnung. Im Arbeitsamt können sich die Kinder für verschiedene Jobs entscheiden. Unzählige Arbeitsgemeinschaften stehen dort den 150 Kindern, die Wernutopia jede Woche bevölkern, zur Verfügung – angefangen beim Bäcker, über ein Reisebüro bis hin zum Filmteam für die täglichen Nachrichten ist fast alles dabei, was man sich denken kann. In den Arbeitsgemeinschaften verdienen die Kinder „Funny Money“, das Zahlungsmittel in Wernutopia, welches sie wiederum für Eiscreme oder andere Süßigkeiten ausgeben können. Sogar ein Parlament gibt es in der Kinderferien-Stadt. Und dass die gewählten Vertreter durchaus über einen Sinn für Ordnung, Gerechtigkeit und Solidarität verfügen, machten sie am Sonntag im Gespräch mit Politikern klar.

Gehaltserhöhung für Wernutopia

Fünf Mitglieder des jungen Wernutopia-Parlaments begrüßten den Landtagsabgeordneten Rainer Schmeltzer, den Bundestagsabgeordneten Michael Thews, den Werner Jugenddezernenten Alexander Ruhe, sowie Siegfried Scholz und Mohamad Amer aus dem Vorstand der Werner SPD. Das Gäste-Quintett durfte sich in das Goldene Buch Wernutopias eintragen, ehe sie von den politischen Erfolgen in der Kinderferien-Stadt hörten. So gibt es beispielsweise eine Gehaltserhöhung, mehr „Funny Money“ für die geleistete Arbeit. Außerdem dürfen sich die Bürger Wernutopias über ein neues Tanzstudio und einen neuen Frisör freuen, wie die Kinder berichteten. Für mehr Ordnung im Arbeitsamt und weniger Müll wurde auch gesorgt – Probleme, die auch den erwachsenen Politikern nicht unbekannt sind.

Kinder wollen gegen Raser vorgehen

Schmeltzer, Thews, Ruhe und Co bekamen gleich auch ein paar Ratschläge für die Stadt Werne, vor allem für den Verkehr. So sollen ein Blitzer und ein Zebrastreifen gegen Raser im Schulbereich helfen – kluge Vorschläge, die Dezernent Ruhe prüfen lassen möchte. Ob sich allerdings ein Tropical Islands in Werne möglich ist, ein Vorschlag von Niklas, wollten die Kommunalpolitiker nicht versprechen. „Aber bald steht ja auch das Solebad wieder zur Verfügung“, versprach SPD-Ratsherr Siegfried Scholz.

Schmeltzer zeigte sich begeistert von der Arbeit der Kinder und Betreuer: „Das sind tolle Aktionen, die den Kindern Berufe und Abläufe mit allem, was dazu gehört, näherbringen. Das unterstützen wir gerne.“ Mehr als 25 Betreuerinnen und Betreuer sind im Jugendzentrum im Einsatz. Sie bewältigen jedes Jahr eine Mammutsaufgabe. Zudem fallen auch Kosten von deutlich über 50.000 Euro an. Das wird zum einem großen Teil aus der Stadtkasse finanziert. Ein noch größerer Teil kommt durch die Teilnehmerbeiträge zusammen, die in diesem Jahr erhöht werden mussten, weil aufgrund der Verjüngung der Teilnehmenden mehr Betreuern notwendig seien. „Deshalb ist jede Unterstützung durch Spenden willkommen“, freut sich Dagmar Reuter.